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München / Haar, Oktober 2011

Ab sofort gibt es für Menschen mit seelischen Erkrankungen einen ambulanten Psychiatrischen Pflegedienst in der Landeshauptstadt München, den einzigen im Freistaat. Die Ambulante Psychiatrische Pflegedienst München gemeinnützige GmbH (APPM) nimmt im Oktober 2011 ihre Arbeit auf. Patienten mit seelischen Erkrankungen werden professionell in ihrem persönlichen Umfeld betreut, die Angehörigen werden in die Behandlung integriert. „Wir glauben, dass durch die Leistungen des APPM der eine oder andere stationäre Aufenthalt vermieden werden kann“, betont Josef Kolbeck, Geschäftsführer des APPM. „Der Grundsatz ’ambulant vor stationär’ gelte auch für die Psychiatrie“, so Kolbeck weiter.

Die Krankenkassen und der APPM schließen mit diesem Angebot eine gravierende Versorgungslücke. Gerade nach einer stationären Behandlung fehlte bislang ein ambulantes Behandlungselement. Viele Patienten hatten dadurch unnötige Behandlungspausen bzw. mussten doch wieder stationär behandelt werden. Jetzt stärkt der APPM die bislang vernachlässigte ambulante Versorgung. „Wir sind vor Ort und betreuen die Menschen in ihrem vertrauten Umfeld. Unsere Kollegen sind qualifizierte Pflegekräfte mit einer Zusatzausbildung Psychiatrie“, erläutert der Pflegedienstleiter Achim Richter. Der ambulante psychiatrische Pflegedienst versteht sich auch als Bindeglied zwischen Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, Therapeuten und den sozialpsychiatrischen Diensten. „Wir arbeiten mit allen Partnern eng und vertraulich zusammen, um die Behandlung so erfolgreich wie möglich zu gestalten“, erläutert Richter.

Auch die gesetzlichen Krankenkassen unterstreichen die Bedeutung des neuen Angebots. „Für unsere Versicherten ist die ambulante psychiatrische Pflegedienstversorgung ein wichtiger Baustein für die umfassende Behandlung“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern.

Die Leistungen des APPM können von einem Krankenhaus, einer psychiatrischen Institutsambulanz oder einem niedergelassenen Nervenarzt verordnet werden. Möglich sind bis zu 14 Einheiten pro Woche innerhalb von vier Monaten. Der Pflegedienst wird neben der Kernarbeitszeit (Mo – Fr. 8:30 – 17:00 Uhr) auch rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr  eine Rufbereitschaft vorhalten. Eine bayerische Besonderheit ist auch, dass der APPM im Bedarfsfall in Abstimmung mit den Kostenträgern zudem Pflegeleistungen anbieten wird. Somit erhält der Patient im Bedarfsfall alles aus einer Hand.

 

Die APPM gemeinnützige GmbH wurde gemeinsam vom kbo-Isar-Amper-Klinikum München-Ost, dem kbo-Sozialpsychiatrischen Zentrum und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern gegründet.  

Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern besteht aus der AOK Bayern, dem BKK Landesverband Bayern, der Knappschaft – Verwaltungsstelle München, dem Funktionellen Landesverband der Landwirtschaftlichen Krankenkassen und Pflegekassen in Bayern, der IKK classic und dem Verband der Ersatzkassen e.V., Landesvertretung Bayern. Gemeinsam versichern sie 10,4 Millionen Menschen im Freistaat.

 

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an

Josef Kolbeck, Geschäftsführer

Tel: 089 / 4562-3421 bzw. josef.kolbeck@iak-kmo.de

oder
Achim Richter, Pflegedienstleiter, Tel: 089/4562-2559 bzw.  achim.richter@psychiatrischer-pflegedienst-muenchen.de

Adresse:

Ambulanter Psychiatrischer Pflegedienst München gemeinnützige GmbH

Vockestr. 72

85540 Haar

www.psychiatrischer-pflegedienst-muenchen.de

Henner Lüttecke

APPM

 

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