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Psychiatrische Häusliche Pflege

In der psychiatrischen Pflege muss dem Begriff der Ganzheitlichkeit, bzw. der ganzheitlichen Pflege ebenso viel Bedeutung beigemessen werden wie inzwischen in der Somatik auch. Erkrankung wird nicht mehr als ein isolierter und von der Lebenswelt des Patienten losgelöster Prozess gesehen. Besonders die Alltagsbewältigung gestaltet sich in der Pflege psychisch erkrankter Menschen so individuell verschieden wie ihre Lebens- und Krankheitsverläufe. Durch die Wahrnehmung der Patienten in ihrer unmittelbaren Lebenswelt, insbesondere in ihrer häuslichen Umgebung werden Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung als wesentliche Grundlage der psychiatrischen Krankenpflege ermöglicht.

Die Ambulanter Psychiatrischer Pflegedienst München gemeinnützige GmbH arbeitet nach dem    Bezugspersonensystem. Der Klient hat in der Zeit seiner Betreuung überwiegend die gleiche Pflegekraft. Bei Urlaub oder Krankheit der Bezugsperson ist eine Vertretung benannt.

Der Klient wird in der Bewältigung seines Alltags dort unterstützt, wo er aktuell an Grenzen stößt ist. Wenn absehbar eine dauerhaftere Unterstützung erforderlich ist, wird versucht, eine adäquate Hilfe zu etablieren. Von der Pflegeperson verlangt ein solches Verständnis, das Leben der Patienten für eine bestimmte Zeit verantwortlich zu begleiten, Krisen gemeinsam zu erkennen und Wege zu ihrer Bewältigung zu suchen. Es bedeutet auch die Eigenverantwortung eines Patienten, die oftmals durch körperliche, psychische und soziale Beeinträchtigungen eingeschränkt ist, zu fördern.

Psychiatrisches Pflegepersonal muss differenzieren können zwischen "kranken" und "gesunden" Anteilen der Betroffenen, zwischen notwendiger Hilfe und Eigenverantwortung.

In der praktischen Tätigkeit werden zwischen Pflegeperson und Patient Bezüge und Erkenntnisse hergestellt, die genau wie Krisen und Rückfälle als ein Weg genutzt werden können, um Gefühlen und eigenen Wahrnehmungen einen Ausdruck zu verleihen.

Ein zentrales Prinzip der häuslichen Versorgung ist der Aufbau eines entsprechenden Hilfesystems rund um den Lebensmittelpunkt des Patienten. Alltagsstrukturen, die vielfach den letzten Rest von Sicherheit, Vertrauen und Kontakten bieten, müssen nicht durch Klinikaufenthalte unterbrochen werden, wenn angemessene Hilfsangebote zur Verfügung stehen. Es geht um die Herstellung und Erhaltung sozialer und Identität stiftender Bezüge auch bei der Sicherung ambulanter ärztlicher Weiterbehandlung.
Weiterführende Hilfsangebote können aufgezeigt und bei Bedarf eingeleitet werden. 

Die PraxisOrientiertePflegediagnostik® ist die Basis für unser strukturiertes Dokumentationssystem, das die Pflege transparent und nachvollziehbar macht. 

 

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