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Pflegemodell

Unsere Pflege orientiert sich an dem Modell N. Roper et. al. Es orientiert sich an Aktivitäten unterschiedlicher Ausprägung, die von allen Menschen ausgeübt werden. Zugleich wird versucht, die Individualität des Einzelnen zu berücksichtigen. Gesundheits- und Krankenpflege orientiert sich nicht mehr nur an den Symptomen der Krankheit, sondern zunehmend an den Bedürfnissen und Ressourcen des Menschen. Das Modell gibt uns die Möglichkeit, den Menschen ganzheitlicher zu erfassen. Gesundheit und die Beschwerden von Krankheit sind eng mit dem Leben und den Lebensgewohnheiten verflochten. Der Gesundheitszustand hängt davon ab, inwieweit der Einzelne Fähigkeiten hat, sich den Herausforderungen des täglichen Lebens anzupassen und zu bewältigen.Pflege leistet einen Beitrag zur Lösung, Verbesserung oder Verhütung vorhandener oder potentieller Probleme im Gesundheitsprozess. Hierbei bringt sich die Pflegeperson selbst als ein einzigartiger Mensch, mit seiner Fülle an Lebenserfahrungen ein. Die Pflegeperson ist aktiv an der professionellen Pflege-/ Patientenbeziehung beteiligt. Sie nimmt sich Zeit, informiert den Patienten, verfügt über entsprechende Reife, die es ihr ermöglicht, Enttäuschungen zu ertragen. Die Pflegeperson hat eine realistische Einstellung und eine gute Selbsteinschätzung.

Das Modell N. Roper et. al. setzt sich aus fünf Komponenten zusammen:

(Lebensspanne – Lebensaktivitäten – Abhängigkeits-/ Unabhängigkeitskontinuum – beeinflussende Faktoren – individualisierte Krankenpflege)

Die Lebensspanne zeigt, dass Pflege mit Menschen aller Altersstufen zu tun hat. Es bietet die Möglichkeit, bestimmte Stadien zu beobachten und Abweichungen der alters-entsprechenden Entwicklung zu erkennen.

Die Lebensaktivitäten bieten eine Orientierungshilfe, bei der Einschätzung des Patienten bezüglich seiner Fähigkeiten und Probleme. Gesundheits- und Krankenpflege bedeutet, dem Patienten zu helfen, aktuelle oder potenzielle Probleme im Zusammenhang mit den Lebensaktivitäten zu vermeiden, zu lösen, zu lindern oder zu bewältigen.

Im Abhängigkeits-/ Unabhängigkeitskontinuum wird die Notwendigkeit der pflegerischen Unterstützung erfasst. Es umfasst alle Lebensaktivitäten und bietet die Einschätzung zur notwendigen Hilfestellung.

Die Lebensaktivitäten werden von Faktoren beeinflusst, die die Individualität des Menschen im Wesentlichen verdeutlichen.

Die individualisierte Krankenpflege (einschätzen, planen, durchführen, auswerten) bedeutet für die Pflege das Einschätzen des Hilfebedarfs, sowie den Grad der Unterstützung den der Patient benötigt. Hierzu werden alle Informationsmöglichkeiten genutzt, die zur Verfügung stehen. Daraus resultierend werden für das weitere Planen des Hilfebedarfs die festgestellten Probleme in Form von POP® Pflegediagnosen erfasst und in der Pflegeplanung mit einer realistischen Zielformulierung und entsprechenden Pflegemaßnahmen dokumentiert. An diesem gesamten Prozess nimmt der Patient aktiv teil. Die Durchführung der Pflegemaßnahmen wird mit dem Patienten ausgewertet und unter Einbeziehung aller Punkte der individualisierten Krankenpflege evaluiert und bewertet. Die individualisierte Lebensweise eines Patienten sollte in allen vier Phasen des Pflegeprozesses stets beachtet werden.

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